Dachterrassen Absturzsicherung

Es ist Herbst, vermutlich einer der letzten schönen Tage mit 20Grad – was macht man da? Richtig, man geht ins Freie. Und was macht man im Freien? Man setzt sich auf die Terrasse und schreibt seinen Blog weiter. Blog schreiben ist total mega wichtig, denn wie schon ein Arbeitskollege letztes festgestellt hat ist es mit den Blogs immer so: Man fängt an die Welt über die wichtigsten Themen zu informieren und verliert nach 4 Wochen die Lust darauf das weiter zu machen. Dann einige Wochen später folgt ein Beitrag in dem man versichert auf jeden Fall bald wieder zu schreiben und ergänzt die Ohnehin schon überhaupt gar nicht spannende Geschichte noch mit frei erfundenen Gründen warum man nicht dazu kam weiter zu schreiben… jaja, das wird hier natürlich niemals passieren ;-).

Zum Thema…

Dachterrassen Absturzsicherung

Wir besitzen eine relativ großzügige Dachterrasse von in Summe ca 110qm, welche beim Kauf des Hauses allerdings nur zu 1/3 mit einer Umrandung gesichert war. Natürlich will man, wenn man schon so eine große Terrasse hat diese auch in vollem Umfang nutzen – Man(n) weiß zwar nicht wofür man die nutzen will, doch dafür hat Mann ja Frau – die über all die Dinge bestens informiert ist und natürlich auch Ideen hat. Interessant ist in unserem Fall dabei, dass besagte Frau allerdings nahezu nie auf der Terrasse draußen ist – aber das ist wohl ein anderes Thema…

Normalerweise würde man eine Umrandung der Dachterrasse natürlich mit einer Befestigung von oben, oder besser von der Wandseite her durchführen. In unserem Fall kommen hier aber wieder mal zwei Besonderheiten zum Tragen:

  1. Das Flachdach ist ca. 22 Jahre alt. Wer sich im Internet mit Flachdächern aus den 90zigern beschäftigt wird leider schnell feststellen, dass die Dichtigkeit nach ca. 20 Jahren rapide abnimmt. Es wird also früher oder später damit zu rechnen sein, dass man das ganze Flachdach neu machen lassen muss.
  2. Wir haben auch in dem Bereich des Hauses Eternitplatten und im oberen Bereich eine Blecheinfassung, welche wenn Punkt 1 zuschlägt, ebenfalls erneuert werden müsste.

Es war also in unserem Fall mal wieder nicht möglich hier mit Standard Mitteln ran zu gehen – doch das kennen wir ja bereits.

Meine Idee ging als erstes in die Richtung, mir so Bauzaunfüße zu besorgen und damit dann eine Umrandung mit Zaunmatten zu bauen.

Allerdings sind die Füße nicht wirklich hübsch anzusehen, weshalb ich von der Idee dann relativ schnell wieder weggekommen bin. Da die Konstruktion wegen Punkt 1 ja ohnehin nicht ewig leben muss, entschied ich mich für eine Konstruktion aus Holz – um genauer zu sein für Douglasie, u.a. weil der OBI sie gerade im Angebot hatte und der Holzhändler meines Vertrauens kein passendes Holz am Lager hatte.

Wie befestigt man etwas was man nicht befestigen kann?

Sehr gute Frage! Hier kommen nun wieder die Bauzaunfüße ins Spiel – jedenfalls fast. Meine Idee – wir bauen die Füße in Form von Pflanzengefäßen einfach selbst. Dazu kommen Handelsübliche Mörtelkisten zum Einsatz. Diese sollten in den unteren Seiten angebohrt werden, damit es keine Staunässe gibt. Im Anschluss sorgen Erde und Pflanzen für das entsprechende Gewicht und auch die Chefin bekommt so eine Aufgabe. Das ganze sieht dann so aus:

Die Planzen

In unserm Fall haben wir zur Umrandung nun 9 solcher Behälter – das gibt für die gesamte Konstruktion doch einiges an Festigkeit und auch ein gutes Gewicht. Die Behälter selbst stehen auf Gummifüssen und sind alle untereinander durch Querverbindungen verbunden, wobei im vorderen zur Außenseite hin gewanden Seite damit die Kisten geschlossen werden:

Das Geländer

Die Konstruktion ist ca 1m hoch, so dass die lieben Kleinen hier ebenfalls keinen Abflug mehr machen können. Drei Wochenenden später und ca. 600€ ärmer sieht das ganze dann so aus:

Das Ergebnis

Ob sich die Konstruktion auch bei starken Herbst und Frühjahrswinden bewährt wird sich zeigen, bis jetzt (so ca. 5 Monate) steht alles so wie es stehen soll.

Und hier noch mal alle Bilder im Überblick: